fruchtig veganer Käsekuchen ohne Zucker 24 cm Für die vegane Käsekuchen Füllung: 200 g Seidentofu 2 EL Zitronensaft 50 g Xucker + 10 g Reissirup 1 TL Vanillearoma 3 EL Speisestärke 2 EL gem. Mandeln Für die Beerenschicht: 600 g gemischte Beeren (Frisch oder TK) 100 g Apfelmus 2 EL Xucker Für den Mürbeteig: 100 g Alsan (Bio) 70 g Datteln 1 EL Erdnussbutter 70 g Datteln 1 EL Erdnussbutter 130 g Dinkelmehl 100 g ger. Mandeln 1 Pr. Salz 1-2 EL kaltes Wasser 1/2 TL Bittermandelaroma 130 g Dinkelmehl 100 g ger. Mandeln 1 Pr. Salz 1-2 EL kaltes Wasser 1/2 TL Bittermandelaroma Für die Streusel: 100 g vom Mürbeteig 20 g Haferflocken 20 g Mandelblättchen 20 g Nussmus 20 g Reissirup
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Fruchtig veganer Käsekuchen ohne Zucker

von Sarah 11. Mai 2018
Fruchtig veganer Käsekuchen ohne Zucker

Der Frühling ist da und hat uns schon fast hochsommerliche Temperaturen beschert. Was könnte es da Schöneres geben als ein Stück fruchtig- leichter Käsekuchen? Dass es bei uns ohne Zucker sein muss, könnt ihr euch ja schon denken. Aber wir wollten noch etwas mehr! Es sollte ein veganer Käsekuchen werden.  Nicht nur weil wir es für ethisch besser halten, auf tierische Produkte zu verzichten, sondern weil wir es für gesundheitlich am besten halten, möglichst viele pflanzliche Lebensmittel in die Ernährung einzubauen. Beim Genuss dieser kleinen süßen Sünde ließen wir die Gedanken schweifen. Wieso hatten wir uns gegen Milchprodukte entschieden? Das war ja nicht immer so. Noch vor über einem Jahr kam eher mal durch Zufall ein veganes Gebäck auf den Tisch. Heute ist das eher die Regel! Aber wieso ohne tierische Produkte?

Immer häufiger ist zu lesen, dass vielen Menschen die Milch nicht bekommt. Natürlich ist in Deutschland nur ein recht geringer Anteil der Bevölkerung wirklich laktoseintolerant. Die Fülle an laktosefreien Produkten im Supermarkt ist nicht durch die Masse an laktoseintoleranten Deutschen zu erklären, sondern nur durch die guten Verkaufszahlen von laktosefreien Produkten. Auch wenn nur wenige lakosefrei leben müssen, so hört man immer wieder von unreiner Haut, Magenproblemen und sogar schwerwiegenderen Krankheiten durch Milchprodukte.

 

Die Milch macht’s???

 

Einige Studien weisen vor allem darauf hin, dass durch Milchkonsum ein erhöhtes Brustkrebsrisiko besteht. Dies hängt wohl unter anderem mit den Östrogenen in der Milch zusammen. Da die Kuh ja schwanger sein muss, um überhaupt Milch zu geben, hat sie eben durch diesen Umstand auch mehr Östrogene. Diese nehmen wir dann wiederum mit der Milch auf. Klar produziert jede Frau selbst Östrogene. Aber eben die von außen zugeführten Östrogene machen uns das Leben schwer und stehen unter verdacht das Brustkrebsrisiko zu fördern. Brustkrebs ist bei Frauen am häufigsten von allen Krebsarten verbreitet, Tendenz steigend.

Aber nicht nur Brustkrebs ist ein Problem. Lange glaubte man, dass besonders viel Milch vor Osteoporose (Knochenschwund) schütze. Neuere Studien haben jedoch gezeigt, dass ein hoher Milchkonsum gegenteilig besonders den Knochenabbau fördert. Diese Erkenntnisse haben leider immer noch geringe Auswirkungen auf das gute Image der Milch. Die Gerüchte der gesundheitlichen Vorteile durch einen hohen Verzehr von Milch halten sich immer noch wacker.

Ein anderer Aspekt, häufiger vegan zu essen ist: Der Konsum von tierischen Produkten ist zum großen Teil umweltschädlich. Durch die Tierhaltung, wie wir sie heutzutage betreiben,

  • werden Regenwälder abgeholzt, um Soja zur Tiermast anzubauen.
  • wird unheimlich viel Wasser für die Aufzucht der Tiere benötigt.
  • werden die Exkremente der Tiere zum immer größeren Problem.

Für alle, die hierzu noch genauere Informationen haben möchten, können wir den Film Cow Spiracy empfehlen.

Grafik von CowSpiracy

Wenn wir unseren Kindern und Nachfahren noch eine halbwegs „heile“ Welt hinterlassen wollen, ist es also nur ein logischer Schritt, sich hauptsächlich durch pflanzliche Nahrung zu ernähren. Niemand von uns möchte später einmal zu seinem Nachwuchs sagen müssen: „Wenn das Fleisch nicht so lecker gewesen wäre, hätte der Papa/ die Mama ja mehr für die Umwelt getan. Aber es war lecker und deshalb habe ich jeden Tag die Zerstörung unserer Umwelt unterstützt!“
Versteht mich nicht falsch, aber jede und jeder von uns kann etwas tun. Wenn wir alle wieder weniger Fleisch konsumieren, dann ist unserer schönen Erde schon sehr geholfen. Denn viel wirksamer wäre es, wenn nicht eine gerine Anzahl an Menschen vegan lebt, sondern wenn die Mehrheit der Menschen insgesamt weniger Fleisch, Milchprodukte und Eier essen würden!

 

Zu viel Fleisch und das auch noch täglich!

 

Früher war es etwas Besonderes, wenn es Fleisch gab. Heute ist es für viele etwas Außergewöhnliches, wenn sie einmal einen vegetarischen Tag einlegen – von einem veganen Tag brauchen wir da erst gar nicht reden.  Erzählt man diesen Menschen dann, dass so eine Woche auch durchaus mehr als einen vegetarischen Tag haben darf, so wird man schnell beschimpft. An das liebgewonnene Fleisch lässt sich der Deutsche nicht so schnell gehen. Früher aß man ca. 300 g Fleisch in der Woche. Heutzutage wird diese Menge Fleisch durchschnittlich täglich verzehrt. Eine erschreckende Entwicklung, wie wir finden.

Aber sicherlich gehörst du zu den Menschen, die einer pflanzlichen Ernährung gegenüber aufgeschlossen sind. Sonst wärst du wohl heute nicht auf unserem veganen Käsekuchenrezept gelandet. Wir freuen uns, dass du etwas Neues ausprobieren möchtest. Auch wir standen zum Beispiel dem Tofu zu Beginn skeptisch gegenüber. Auch wenn wir sonst schon recht geübt in der pflanzlichen Küche sind , so gibt es doch manchmal tierische Varianten, die man gerne vegan umsetzen möchte. So ging es uns mit dem Käsekuchen-oder auf Neudeutsch- dem Cheesecake.

 

Veganer Käsekuchen, aber wie?

 

Also hat sich uns als Erstes die Frage aufgedrängt, durch was man den Quark im Käsekuchen ersetzen kann? Nach kurzer Recherche im Internet dann die Lösung: Seidentofu! Hatten wir noch nie gekauft… Unser gespaltenes Verhältnis zu Tofu können wir nicht verleugnen. Die ersten Male wurde er in seiner ursprünglichen Form auf dem Teller platziert.  Er schmeckte nach nichts und die Konsistenz war auch nicht „zum aus der Hose hüpfen“. Kurzum: Er erschien reichlich sinnlos und wirkte recht deplatziert im Essen. Danach kam der Entschluss: „Tofu? Nein, danke!“

Manchmal muss man jedoch seine Meinung revidieren. Also sollte der Tofu eine zweite Chance bekommen. Außerdem war Seidentofu ja ein völlig neues Produkt. So zumindest die Hoffnung. Also ging es recht skeptisch in den Biomarkt, zur Jagd nach dem neuen Unbekannten. Eins muss man den heutigen Biomärkten lassen: Sie haben nichts mehr mit dem verstaubten Image von den Reformhäusern der 90er Jahre gemein. Zumeist findet man ein großes Sortiment mit vielen veganen Produkten. So war es wenig verwunderlich, dass die Jagd nach dem Seidentofu schon im ersten Biomarkt ein schnelles Ende fand.

 

Die Antwort ist Seidentofu!

 

In der Verpackung wirkte der Seidentofu dem normalen Tofu noch recht ähnlich. Nach dem Öffnen stellte sich diese Annahme jedoch als Trugschluss heraus. Die Konsistenz war überraschend cremig und erinnerte keineswegs an normalen Tofu. Nachdem alle Zutaten zur Füllung vereint und dem ersten Qualitätscheck unterzogen waren, konnten wir uns sehr gut vorstellen, wie daraus ein superleckerer Käsekuchen wird.

 

Aber er sollte nicht nur uns begeistern, sondern gleich auf einer Geburtstagsfeier dem Qualitätsurteil  von Sarahs ganzer Familie standhalten können. Da wir wissen, wie schnell Abneigungen gegen Fremdes viele Menschen vom Probieren abschreckt, durfte der Käsekuchen undercover auf  die Kuchentafel. Das Wort „vegan“ wurde gestrichen und es war einfach ein Käsekuchen mit Beeren. Trotz reich gedeckter Tafel waren im Anschluss 3/4 des Kuchens weg.

 

Probieren geht über Studieren

 

Persönlich möchten wir hier noch einmal empfehlen, die Menge an verwendeten Zuckerersatz zu variieren. Gerade die verwendeten Beeren spielen hierbei eine sehr große Rolle. Im Sommer finden wir sehr süße Früchte vor, die es uns erlauben, weniger Apfelmus bzw. Erythrit zu benutzen. Backen wir hingegen mit TK-Früchten, so sind diese häufig recht sauer und wir benötigen mehr Zuckerersatz. Also nach dem Einkochen der Früchte unbedingt noch einmal probieren und abschmecken.

Bei TK-Früchten solltet ihr unbedingt darauf achten, dass in keinem Fall Zucker zugesetzt wurde. Auch zugesetzte Fruchtsäfte solltet ihr meiden. Kauft am besten eine Beerenmischung, die aus reinen Beeren besteht!

 

Eure Meinung ist gefragt!

 

Ihr habt bestimmt wichtige Gedanken zu unserem Artikel. Wir würden uns riesig freuen, wenn ihr kurz die Zeit nehmt und uns daran teilhaben lasst.

 

fruchtig veganer Käsekuchen ohne Zucker

Druck mich!
Portionen: 24 cm Backform Zubereitungszeit: Back- / Kochzeit:

Zutaten

Für den Mürbeteig:veganer Käsekuchen Cheesecake ohne zucker

100 g Alsan (Bio)
70 g Datteln
1 EL Erdnussbutter
130 g Dinkelmehl
100 g ger. Mandeln
1 Pr. Salz
1-2 EL kaltes Wasser
1/2 TL Bittermandelaroma

Für die vegane Käsekuchen Füllung:

200 g Seidentofu
2 EL Zitronensaft
50 g Xucker + 10 g Reissirup
1 TL Vanillearoma
3 EL Speisestärke
2 EL gem. Mandeln

Für die Beerenschicht:
600 g gemischte Beeren (Frisch oder TK)
100 g Apfelmus
2 EL Xucker

Für die Streusel:
100 g vom Mürbeteig
20 g Haferflocken
20 g Mandelblättchen
20 g Nussmus
20 g Reissirup

 

Zubereitung

  1. Alsan (weich), Datteln und die Erdnussbutter in einen Mixer geben und gut durchpürieren. Zusammen mit den restlichen Zutaten, zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in Folie einschlagen und für ca. 30 min kalt stellen.

  2. Gebt alle Zutaten, für die vegane Käsekuchen Füllung, in eine Schüssel und verrührt sie zu einer glatten Creme. Stellt diese zur Seite.

  3. Gebt die Beeren in eine Pfanne und lasst sie mit Apfelmus und Xucker zusammen einkochen. Zum Schluss noch mal abschmecken ob alles süß genug ist!!!

  4. Bestreicht die Backform mit Öl. Dies verhindert, dass der Kuchen später an der Form klebt.

  5. Heizt den Ofen auf 180 °C vor.

  6. Nehmt den Mürbeteig aus dem Kühlschrank. Legt 100 g vom Teig  für die Streusel bei Seite.

  7. Den kühlen Mürbeteig auf Folie oder Backpapier ausrollen und in eure Kuchenform geben. Den Teig bis zum Rand hoch drücken. Mit einer Gabel mehrfach den Teig einstechen. Anschließend die vegane Käsekuchenfüllung auf den Teig geben.

  8. Die Beerenmischung auf der Käsekuchenfüllung platzieren.

  9. Für die Streusel die restlichen Zutaten zu den 100g Mürbeteig geben.

  10. Den Streuselteig auf dem Käsekuchen zerkrümeln

  11. Im vorgeheizten Ofen für 40 min backen.

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