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Ökologisch mit gutem Gewissen grillen – Kein Widerspruch!

von Lea
ökologisch grillen
[*Artikel enthält nicht bezahlte Werbung]

Ökologisch mit gutem Gewissen grillen – ein Widerspruch?

Die Sonne brennt seit Tagen, der Neanderthaler in uns schreit nach seinen Wurzeln: Über offenem Feuer Essen zuzubereiten, die Jagd nach frischem Fleisch und das Sammeln von Beeren. In der Natur die Geselligkeit der “Herde” genießen. Doch wie ist Grillen im “Zeitalter der Alu-Grillschalen” mit dem (ökologischen) Gewissen vereinbar? Wir geben dir ein paar Tipps für umweltbewusstes Grillen an die Hand. Damit du dir dein gutes Gewissen nicht nehmen lassen musst!

Die Art des Grills

Zunächst ist wichtig: Laut TÜV Rheinland hat die Art des Grills kaum Einfluss auf die Klimablianz. Es ist also zweitrangig, ob dein Grill über Elektro, Gas oder Holzkohle läuft. Ausnahme bildet alleine der Alu-Wegwerfgrill. Der ist natürlich umweltschädlich. Es gibt aber auch ökologische Grills nach dem Prinzip der Holzvergasung, wie etwa die “Carbon Queen”. Als Brennstoff dient Restholz aus dem Garten. Dieses wird nicht verbrannt, sondern verkohlt. Nach dem Grillen kann dann die schadstofffreie Pflanzenkohle gemahlen und kompostiert werden. Weitere Informationen dazu findest du hier: Ökologischer Grill

Die richtige Kohle

Viele denken erst einmal, die übliche Holzkohle sei an sich schlecht für die Umwelt. Doch falsch gedacht! Sie sollte nur aus heimischer Forstwirtschaft stammen, am besten Naturland-zertifiziert. Achte also bei deinem Kauf auf das FSC-Siegel. Oder nutze Grillbriketts aus Abfallprodukten. Diese gibt es zum Beispiel aus Olivenkernen Grillbricketts aus Oliven oder Weinreben Recycling -Briketts des jährlichen Rebenschnitts. Eine Freundin hat mir letztens begeistert davon berichtet und meinte, dass die “Öko-Briketts” sogar weniger Rauch als übliche Grillbricketts produzieren würden.

Was auf den Grill kommt, ist wichtig!

Für das ökologische Gewissen ist es am besten, wenn vegetarisch oder vegan gegrillt wird. Hier solltest du dann allerdings darauf achten, kein Gen-Soja zu verwenden. Rufen deine Gelüste nach Fisch oder Fleisch, so sollte es möglichst Bio-Fleisch bzw. Fisch aus nachhaltigem Fischfang sein.
Für Rezept-Inspirationen:
Probier doch am besten Sarahs leckeren Couscous-Salat aus: Couscous-Salat
Weitere Grillrezepte  findet ihr noch bei Lebensbaum oder auf der Demeter Seite.

Für veganes Grillen besonders zu empfehlen: Tipps für veganes Grillen

Zum weiteren Blättern und späterem kulinarischem Genuss gibt es noch folgende Buchtipps:
Susanne Fischer-Rizzi: “Wilde Küche. Das große Buch vom Kochen am offenen Feuer” (26,90€)
Katharina Bodenstein: “Wildes Brot. Archaisch backen im Freien – am Feuer, über der Glut, auf dem Grill und im Ofen.” (22,90€)
Nadine Horn, Jörg Mayer:”Vegan grillen kann jeder.” (19,95€)

“Grill-Accessoires” selber machen

Vieles kann ökologisch und damit umweltbewusst selbst hergestellt werden. Du kannst etwa Spieße aus Esche, Hasel, Weide oder Ahorn schnitzen. Auch Grill-Anzünder kannst du selber herstellen, indem du leere Eierkartons mit Sägespänen oder Holzwolle füllst und andrückst, geschmolzene Wachsreste von Kerzen darüber gießt und auskühlen lässt. Oder du sammelst die dünne Außenrinde von Birken sowie Harztropfen an Nadelbäumen und schnürst daraus mit Naturgarnfaden kleine Päckchen.

Ökologisch mit gutem Gewissen grillen - Ohne Einwegmaterialien

Es geht auch “ohne”: Vermeide Einweg!

“No Go’s” einhalten- So schmälerst du nicht dein gutes Gewissen

Beim ökologischen Grillen ist eigentlich noch wichtiger, was du vermeiden solltest. Ein No-Go sollte für dich sein, Alu-Grillschalen und Wegwerf-Geschirr zu verwenden. Als Alternative bieten sich wiederverwendbare Grillschalen – oder Körbe, zum Beispiel aus Edelstahl, Holz oder Bambus an. Urig sind auch dünne Steinplatten aus Schiefer oder Speckstein.
Außerdem kannst du gut und gerne beim Grillen auf Alu-Folie verzichten.

Ökologisch mit gutem Gewissen grillen - ohne Alu-Folie!

Ein No Go beim nachhaltigen Grillen: Alu-Folie!

Fleisch und Gemüse kann stattdessen in frischen Blättern von Klette, Huflattich, Kohl oder Rhabarber gegart werden. Kartoffeln, Paprika, Auberginen und Artischocken können sogar gut umhüllt von der eigenen Schale direkt in die Glut gelegt werden.
Einweg-Geschirr ist zwar bequem, aber quasi das “No-Go in Person”. Solltest du zu wenig Geschirr haben, bitte doch einfach deine Gäste, eigenes Geschirr mitzubringen. Aus eigener Erfahrung vom alljährlichen “Klassengrillen” kann ich berichten, dass es für Eltern und Kinder kein Problem darstellt. Fehlen dir Gläser, kannst du auch einfach Schraubgläser zweckentfremden.
Willst du dir und der Umwelt also etwas Gutes tun, so grilst du am besten möglichst Lebensmittel in Bio-Qualität mit ökologischen „Hilfsmitteln“. So kannst du mit gutem Gewissen dein persönliches Sommer-Sonnen-Event genießen! Lass es dir schmecken!
Gerne kannst du uns auch an deinen kulinarischen Grillkünsten teilhaben lassen. Schick uns ein Beweisfoto oder bring uns noch lieber eine Portion vorbei!

*wir wurden nicht von den verlinkten Unternehmen oder Blogs bezahlt und haben auch keine Produkte zum Test erhalten.

Alles wurde aus freien Stücken selbst gekauft bzw. vorgeschlagen, weil wir es unseren guten Freunden genau so empfehlen würden.

 

Eingeschärftes Hühnchen mit Maiskolben

Druck mich!
Portionen: 6 Zubereitungszeit: Back- / Kochzeit:

Zutaten

1 rote Chilischote (nach Belieben)
Nadeln von 3 Zweigen Rosmarin
2 Knoblauchzehen
Saft von 1 Bio-Zitrone
Salz, Pfeffer
6 EL Olivenöl
5 Bio-Hühnerbrüste mit Haut
6 frische Zuckermaiskolben (ohne Blatt)
6 EL (veganer) Joghurt oder alternativ Guacamole
100g geriebener Parmesan oder Hefeflocken
1 TL Cayenne-Pfeffer
Saft von 2 Limetten

Zubereitung

  1. Schneide die Chilischote in Ringe, hacke den Rosmarin fein. Pelle den Knoblauch und presse ihn durch eine Knoblauchpresse in eine Schüssel. Gib Chili, Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Rosmarin und 4 EL Öl dazu und verrühre alles zu einer Marinade. Bestreiche die Hühnerbrüste mit der Marinade und lass sie zwei Stunden im Kühlschrank weiter marinieren.
  2. Koch die Maiskolben in kochendem Salzwasser 10 Minuten lang. Nimm dann die Maiskolben aus dem Topf, lass sie abtropfen und bepinsel sie mit den restlichen 2 EL Öl. Nimm die Hühnerbrüste aus dem Kühlschrank und grille sie auf dem heißen Grill etwa 6-8 Minuten von jeder Seite. Auf dem gleichen Rost grillst du dann die Maiskolben unter Wenden ca. 10 Minuten lang.
  3. Nimm die gegrillten Maiskolben vom Rost, bestreich sie mit dem Joghurt bzw. der Guacamole, streue Parmesan/ Hefeflocken gleichmäßig darüber und würze nach Belieben mit Cayenne-Pfeffer und Limettensaft. Schneide die Hühnerbrüste in Streifen und serviere sie zusammen mit den Maiskolben.

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