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Unterwegs zum Tinthof in Voerde

von Lea
Unterwegs zum Tinthof in Voerde

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Der Tinthof in Voerde stellt sich vor

Unterwegs zum Tinthof Voerde. Diesmal war ich quasi “undercover” für dich unterwegs – beruflich getarnt. Ein Schulausflug führte mich vor wenigen Monaten auf den Tinthof am Niederrhein. Der Tinthof ist ein kleiner, aber umso feinerer Milchviehbetrieb. Denn er wirtschaftet biologisch-dynamisch nach demeter-Richtlinien. Der Tinthof stellt sich vor – an diesem für uns besonderen Tag übernimmt dies Herr Hülsermann, der ihn gemeinsam mit seiner Familie in der nun sechsten Generation führt. Zunächst erklärt er uns die Grundlagen der ökologischen Landwirtschaft. Dort werde heutzutage unter anderem Wert darauf gelegt, mehrere Tierarten zu halten. So leben etwa auf dem Tinthof nicht nur 35 Milchkühe, sondern auch 150 Hühner und ein Schwein. Zudem baut Familie Hülsermann Feldfrüchte an.

 

“Wie die Hühner auf der Stange” – Das Hühnermobil bietet dem Huhn viele alternative Möglichkeiten

Unterwegs zum Tinthof in Voerde

Als Erstes dürfen wir die Hühner in ihrem „Hühnermobil“ besuchen und füttern. Seit 2014 haben die Hühner bei den Hülsermanns Einzug gehalten und leben in einem sogenannten Hühnermobil, was ihnen eine artgerechte Unterkunft und die Möglichkeit zum Auslauf bietet. Uns Besuchern wird erklärt, dass wir Menschen uns bei der Nutzung der Eier und des Fleischs der Hühner darüber bewusst sein müssen, dass für uns ein Tier gestorben ist. Deshalb sieht sich Familie Hülsermann dazu verpflichtet, immer darauf achtzugeben, dass es den Tieren auf dem Hof gut geht und sie artgerecht gehalten werden. Ökologische Landwirtschaft zeichnet somit besonders aus, dass hier das Wohlbefinden des Tieres im Mittelpunkt steht. So verlassen wir beispielsweise nach einiger Zeit das Hühner-Gehege, um die Tiere nicht unter Stress zu setzen.

Unterwegs zum Tinthof in Voerde

Neuartig ist auch das Konzept der “Hühneraktie”. Du zeichnest zum Beispiel einen Anteil und erwirbst damit im übertragenen Sinne ein Huhn. Dieses wird gegen eine Gebühr von Familie Hülsenmann auf ihrem Hof gehalten und betreut. Dein Anteil an der Hühneraktie garantiert dir dann für die Dauer von 18 Monaten fünf Eier pro Woche.

 

 

Die Kühe versorgen uns mit Milch. Und was machen wir?

“Fair sein”, Part 1: Das Horn bleibt!

Auf dem Weg zur Kuhweide fällt uns direkt auf, dass die meisten Kühe der Familie Hülsermann Hörner haben. Bis vor sieben Jahren war dies noch nicht der Fall, wie Herr Hülsermann uns mitteilt. An diesem Beispiel ist der Unterschied zur konventionellen Landwirtschaft zu erkennen, bei der in den meisten Fällen den Kühen ihre Hörner entnommen werden. Eine Schülerin wollte von Herrn Hülsermann wissen: „Die Kühe geben uns Milch. Was können wir ihnen denn als Dankeschön geben?“ Herr Hülsermann dazu: „Natürlich können wir ihnen Streicheleinheiten geben oder Leckerlies. Aber viel wichtiger ist zu schauen, was die Kühe brauchen, um sich wohlzufühlen. Das Wichtigste ist deshalb erst einmal, dass sie genügend Platz, Auslauf und gutes Futter bekommen.“

 

“Fair sein”, Part 2: Von Klein an gut umsorgt!

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Ein Schüler darf im Beisein von Herrn Hülsermann das Kalb streicheln. Es besitzt noch seine Nabelschnur, ist unter einer Woche alt. Am Beispiel des Kalbs wird mir ein weiterer Unterschied zur konventionellen Landwirtschaft deutlich. Die Kälber des Tinthofs trinken für mindestens drei bis vier Monate die Milch aus dem Euter ihrer Mütter. In vielen konventionellen Betrieben ist es üblich, die Kälber mit Milchpulver zu füttern. Das Milchpulver ist kostengünstiger für die Landwirte, doch ihm fehlen wichtige Inhaltsstoffe, die das Kalb für seine weitere (gesunde) Entwicklung benötigt.

 

Der Tinthof in Voerde beeindruckt – und das in vielen Bereichen! 

Eine Kostprobe vor Ort gewünscht? Unterwegs zum Tinthof in Voerde!

Zum Schluss des Besuchs kommen wir noch in den Genuss einer Kostprobe der Milch und des Käses von den Kühen, denen wir zuvor noch auf der Weide einen Besuch abgestattet hatten. Der Tinthof hat an diesem Tag Eindruck hinterlassen. Bei den Kindern waren vor allem die Milch als auch der Käse hoch im Kurs. Verraten hat dies eine besonders hohe Anzahl an “Milchbärten”. Auch mich hat der Hof der Familie Hülsermann schon damals nach meinem ersten privaten Besuch als Kundin des Hofladens fasziniert. Denn zum Glück gibt es die Leckereien des Tinthofs nicht nur im Rahmen einer Hofführung. Auch du kannst in den Genuss kommen! Besuch doch zum Beispiel den Hofladen oder freitags nachmittags (14-18h) den Stand der Familie Hülsermann auf dem Bauernmarkt in Voerde-Spellen. Ein Besuch des Hofladens ist immer wie ein kleiner “Ausflug” für mich.Unterwegs zum Tinthof in Voerde

 

Die Produkte des Tinthofs: Von B wie Blaubeerjoghurt bis Z wie Ziegenkäse

Natürlich überzeugen mich zum einen die Produkte des Tinthofs. Sie sind (in meinem Fall regional,) biologisch und bieten

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Der Selbstbedienungsraum hat einige Köstlichkeiten vom Tinthof zu bieten!

eine tolle Auswahl. Du kannst Milch und Joghurt in verschiedenen Mengen kaufen. Den Joghurt gibt es nicht nur in Natur, sondern auch mit unterschiedlichen Obstsorten. Käse kannst du natürlich an der Käsetheke vor deinem Kauf probieren. Oder lass dir ein individuelles Probierpaket zusammenstellen und nach Hause schicken. Auch eine gute Geschenkidee jetzt zur Weihnachtszeit!

Mir persönlich gefallen zum Beispiel die Sorten Kürbis oder auch Bärlauch sehr gut. Erfreulich zudem für Geplagte von Laktose-Unverträglichkeit: Generell sind die Milchprodukte des Tinthofs laktosefrei. Die Käserinde ist außerdem immer essbar. Köstlichen Ziegenkäse bietet der Tinthof auch an! Einen Überblick über weitere Angebote des Hofladens bekommst du hier.

Möchtest du unabhängig von den Öffnungszeiten des Hofladens einkaufen? Dann zapf dir deine Milch am Milchautomaten (1/2 oder 1 Liter möglich!) oder zieh dir Käse oder andere Produkte vom Tinthof am Automaten im Selbstbedienungsraum.

 

Nachhaltigkeit wird beim Tinthof groß geschrieben!

Der Tinthof unterstützt dich bei deinem verpackungsfreien Einkauf. Milch, Molke, Joghurt, Quark und Frischkäse bekommst du in Glas-Pfandflaschen. Andere Produkte kannst du dir in dein mitgebrachtes Behältnis (z.B. Dose) packen lassen. Ein Beweisfoto inklusive weiterer Tipps für nachhaltiges Einkaufen findest du in folgendem Beitrag von uns: Wie kannst du nachhaltig leben und konsumieren?

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Im Hofladen kannst du unter anderem auch schön gestaltete “recycelte” Kerzen aus Wachsresten kaufen. Gerne kannst du sogar deine alten Wachsreste zum “Recyclen” im Hofladen als Spende abgeben. Gerade jetzt in der Adventszeit erfreue ich mich immer wieder an meiner “Upcycling-Kerze” vom Tinthof!

Des Weiteren engagiert sich der Tinthof für die Solidarische Landwirtschaft Niederrhein e.V. Außerdem ist er Koproduzent im Netzwerk “Gute Lebensmittel im Revier”. Dieses Projekt wurde von SlowFood Essen ins Leben gerufen. Es bietet dir eine Art “Einkaufsführer” für die Region Essen und Umgebung. Du bekommst Hinweise auf Züchter, Erzeuger, Verarbeiter und Händler, die die vereinbarten Kriterien “gut, sauber, fair” so weit wie möglich verfolgen. Am besten klickst du für weitere Informationen hier.

Die Bienen unterwegs zum Tinthof in Voerde

Die Bienen sind unterwegs zum Tinthof in Voerde

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