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Vegane Naturkosmetik – Tierleidfrei schön sein

von Sarah
Vegane Naturkosmetik – Tierleidfrei schön sein

Ich sitze auf der Couch. Mein Blick fällt aus dem Fenster. Die Blätter fallen langsam von den Bäumen. Es wird Herbst. An mich gekuschelt liegt meine Katze Lucy. Sie sucht meine Wärme und hofft auf ein paar Streicheleinheiten.  Katzen sind süß! Viele Menschen halten sie sich als Haustier und würden jede Person dafür verurteilen, die einer Katze etwas antut. Immer häufiger jedoch stelle ich mir die Frage, warum wir nicht so mit allen Tieren umgehen. Eine Katze würden wir weder essen noch unwürdige Haltungsbedingungen zumuten. Viel Auslauf soll sie haben, einen Kratzbaum,  eine saubere Toilette und jeden Tag frisches Essen.

Beim Schwein, der Kuh oder dem Huhn sieht dies allerdings ganz anders aus. Hier dulden wir Kastration ohne Betäubung,  unwürdige Haltungsbedingungen und ein Schreddern direkt nach der Geburt. Aber nicht nur das sind Gedanken, die mich umtreiben. Auch der Gedanke daran, wie viel Tier quasi “in deutschen Badezimmern wohnt”, beschäftigt mich in der letzten Zeit immer stärker.

Wenn wir ein Stück Fleisch essen, so sind wir uns ganz bewusst darüber, dass wir gerade ein Tier essen. Wie allerdings sieht es mit unseren Kosmetikprodukten aus? Wissen wir wirklich, wie viel vom Tier darin enthalten ist?

Kreatin, Elastin oder Gelee Royal sind sehr wohlklingende Begriffe der Kosmetikindustrie, die uns immer schöner und jünger erscheinen lassen sollen. Was wäre aber, wenn auf der Packung stände: mit gemahlen Hufen,  Nackensehnen von Rindern oder Kälberblut. Vermutlich würde diese Produkte keiner von uns kaufen. Wie sieht es dann mit veganer Kosmetik aus? Ist dort wirklich kein Tier drin oder heißt die Kennzeichnung “vegan” nur, dass keine Tierversuche durchgeführt wurden?

Vegane Naturkosmetik und Tierversuche

Tierversuche sind schon lange Zeit in Deutschland verboten. 1986 bereits wurden Tierversuche für dekorative Kosmetik, wie beispielsweise Make up, verboten. Mehr als ein Jahrzehnt später, im Jahr 1998, folgte das Verbot für Tierversuche bei pflegender Kosmetika. Es brauchte jedoch bis ins Jahr 2013, um ein  Einfuhrverbot für an Tieren getesteter  Kosmetika und deren Inhaltsstoffe zu erwirken. In diesem Jahr kam ein weiterer Durchbruch. Das EU-Parlament hat erstmals beschlossen, sich für ein weltweites Tierversuchsverbot für Kosmetik einzusetzen. Inwieweit das EU-Parlament jedoch auf Länder wie z.B. Russland und China einwirken kann, bleibt abzuwarten.

Gut zu wissen, dass in der EU keine Tierversuche mehr für Kosmetik durchgeführt werden dürfen. Wir leben allerdings in einer globalen Welt mit einigen stark wachsenden Märkten. Gerade der chinesische Markt ist für viele Unternehmen und Konsumenten attraktiv. Wusstest du, dass Kosmetik-Unternehmen dazu verpflichtet sind, Kosmetika an Tieren zu testen, um ihre Produkte auf dem chinesischen Markt zu verkaufen? Selbst wenn in Deutschland kein Tier für einen Lidschatten gequält wird, so stellt sich mir doch die Frage, ob ich ein Unternehmen unterstützen möchte, dass auf solchen Märkten agiert und damit die unnötige Tierqual unterstützt?

Jetzt stellst du dir sicherlich weitere Fragen, wie etwa: “Wie kann ich dann Kosmetik ohne Tierleid erkennen?  Gibt es eine Kennzeichnung, die mir sagt, dass nirgendwo auf der Welt ein Tier für dieses Produkt gequält bzw. verarbeitet wird?” Diese Fragen stellten auch wir uns. Kennzeichnungen gibt es mittlerweile viele. Manchmal steht “vegan” auf der Kosmetik-Packung, manchmal gibt es als “Güte-Siegel” Blumen und noch viel häufiger Hasen auf der Verpackung. Doch was sind echte Zertifizierungen und was nur selbst gestaltete Unternehmenskennzeichnungen? Wie streng sind die einzelnen Siegel und wofür stehen sie genau?

“Vegan” – Ein geschützter Begriff?

Als erstes können wir schon einmal festhalten, dass der Begriff “vegan” nicht geschützt ist. Das heißt, Hersteller haben hier keine Nachweispflicht. Dies bedeutet auch keine Sanktionen oder Strafen bei falscher Kennzeichnung. Aber bei einem als vegan deklarierten Produkt können wir erst einmal davon ausgehen, dass der Hersteller dem Produkt keine tierischen Inhaltsstoffe hinzugefügt hat. Zumindest nicht absichtlich.  Seien wir ehrlich: Wenn so etwas herauskäme, täte das dem Image des Unternehmens auch nicht gerade gut.

Bei den verwendeten Rohstoffen verlassen sich die Hersteller aber meist auf die Angaben ihres Lieferanten. Nimmt der es nicht ganz so genau mit den verwendeten Zutaten, sind schnell doch tierische Inhaltsstoffe im Produkt enthalten. Steht “Bienenwachs” in der Inhaltsstoffliste, so wissen wir ganz klar, dass es sich hierbei um ein tierisches Produkt handelt. Es gibt aber auch Inhaltsstoffe, die sowohl pflanzlichen, synthetischen oder tierischen Ursprungs sein können. Hierzu zählen unter anderem Glycerin und Stearinsäure. Da hilft dann auch nicht der Blick auf die INCI-Liste (Internationale Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe). Sie sagt nichts darüber aus, ob der Inhaltsstoff tierisch, pflanzlich oder synthetisch ist.

Auch sind einige Hersteller dazu übergangen, sich selbst ein Siegel zu “basteln” und dies auf ihre Verpackungen zu drucken. Sie sehen den gängigen “vegan”-Siegeln zum Verwechseln ähnlich, sind aber kein zertifiziertes Siegel. Hier kontrolliert sich das Unternehmen selbst. Diese Eigenkontrolle kann natürlich nicht so streng sein wie die Kontrolle durch ein unabhängiges Prüfinstitut. Zumal ein Verstoß gegen die selbst aufgesetzten Richtlinien nicht zu einem Entzug der Zertifizierung führt.

Vegane Natukosmetik – Auf diese Siegel solltest du achten

Wie sollen wir uns nun mit der Vielfalt an Siegeln in den Drogeriemärkten überhaupt zurecht finden? Unser Tipp ist da ganz klar, auf zertifizierte Siegel zu setzten. Für vegane Kosmetik solltest du dir also die nachfolgenden Siegel genauer ansehen.

Dazu unterteilen wir die Siegel in drei Kategorien:

1. Siegel die für den Tierschutz stehen

2. Siegel der Naturkosmetik

3. Vegane Siegel

Nehmen wir also zuerst einmal die Siegel unter die Lupe, die Auskunft über den Tierschutz geben. In diesen Fällen bedeutet es nicht, dass keine tierischen Inhaltsstoffe (wie Wachs, Milch, Lanolin etc. ) im Produkt enthalten sind, sondern dass keine Tierversuche für das Produkt durchgeführt wurden.

1. Siegel die für den Tierschutz stehen

 

Leaping Bunny vegane Naturkosmetik - Leaping Bunny

Hierbei handelt es sich um einen weltweiten Zusammenschluss von Tierschutzorganisationen, die das Leaping Bunny Siegel vergeben.

Das Siegel wird immer für ein ganzes Unternehmen vergeben und nicht für einzelne Produkte.

Die zertifizierten Unternehmen  können unabhängig geprüft werden. Ein fester Prüfzyklus ist aber nicht festgelegt. Die Zertifizierung ist für ein Jahr gültig. Danach muss das Unternehmen seine Erklärung erneuern.

Es werden nur Unternehmen zertifiziert, die nicht am chinesischen Markt registriert sind.

Den Stichtag, ab dem das Unternehmen tierversuchsfrei arbeitet, legt das Unternehmen selbst fest.

Größter Kritikpunkt an diesem Siegel ist, dass auch Unternehmen mit diesem Siegel zertifiziert werden, die zwar selbst auf den Tierschutz achten, aber zu einem Konzern gehören, der Tierversuche forciert, wie z. B. im Fall von Loreal und Logona. Logona kann durchaus mit dem Leaping Bunny-Siegel zertifiziert werden, auch nach der Übernahme durch L’oreal.

Das Siegel trifft keine Aussage zu den Inhaltsstoffen, die im Produkt erlaubt sind. Auch Rohstoffe, für die ein Tier getötet wurde, dürfen somit verwendet werden, soweit die Regierung des Landes die Nutzung erlaubt.

PETA Cruelty Freevegane Naturkosmetik - PETA cruelty free

Mit dem von PETA vergebenen Siegel sieht es ähnlich wie mit dem Leaping Bunny aus. Hier gelten im Großen und Ganzen die gleichen Kriterien. Lediglich die Kontrollen der Unternehmen entfallen hier komplett. Für die Vergabe des Siegels wird eine Selbsterklärung vom Unternehmen unterzeichnet.

Zitat von PETA zur Siegelvergabe: “PETA nimmt in der Positivliste ausschließlich Kosmetik Hersteller mit klaren Richtlinien gegen Tierversuche auf. Dies sind Unternehmen, deren Firmenpolitik eindeutig Stellung gegen Tierversuche bezieht und die so dabei helfen, Tierleid zu vermeiden und in Zukunft vollständig abzuschaffen.”

Es gibt eine nationale und eine internationale Liste, auf der alle Unternehmen verzeichnet sind, die von PETA zertifiziert sind.

Gut finden wir, dass in der Liste eine Unterscheidung zwischen veganer und nicht-veganer Marken getroffen wird. Auch hier sind die für das Produkt verwendeten Inhaltsstoffe kein Kriterium zur Zertifizierung des Unternehmens.

 

Hase mit der schützenden Handvegane Naturkosmetik - Hase mit der schützenden Hand

Dies ist wohl mit Abstand das strengste Siegel gegen Tierversuche. Die Richtlinien zur Zertifizierung hat der deutsche Tierschutzbund aufgestellt.

Um das Siegel zu erhalten, reicht es hier nicht nur, wenn das Unternehmen selbst auf Tierversuche verzichtet. Auch alle weiteren Unternehmen eines Konzerns dürfen keine Tierversuche durchführen. Weiterhin schließt die Kennzeichnung mit diesem Siegel ein Agieren der Unternehmen auf Märkten, die Tierversuche verlangen, aus.

Es dürfen keine Rohstoffe verwendet werden, die nach dem 01.01.1979 im Tierversuch getestet wurden oder für die ein Tier gequält oder getötet wurde. Das bedeutet: Rohstoffe wie Milch, Eigelb, Lanolin, Bienenwachs, Honig etc. sind zwar erlaubt, sollen aber bevorzugt in Bio-Qualität sein. Somit ist ein Produkt mit diesem Siegel zwar nicht automatisch vegan. Du kannst aber sicher sein, dass bestimmte tierische Produkte (wie z.B. Nerzöl, Tierfette, Rinderblut …) garantiert nicht im Produkt enthalten sind.

 

2. Siegel der Naturkosmetik

Natrue vegane Naturkosmetik - Natrue

Natrue ist eine internationale Non-Profit-Organisation, die überwiegend aus Herstellern von Naturkosmetik besteht. Mehr als 6.000 Produkte haben bereits das Natrue Siegel erhalten.

Das Sigel steht nicht nur für Naturkosmetik, sondern such für Tierversuchsfreie Kosmetik. Da das Siegel international verwendet wird dürfen die Produkte auch in kein Land verkauft werden, dass Tierversuche fordert!

Auch Natrue verbietet den Einsatz von Produkten aus toten Wirbeltieren. Dies bedeutet aber nicht, dass diese Produkte vegan sind, da Rohstoffe wie Milch, Honig, Wachs etc. verwendet werden dürfen.

Das Siegel wird in drei Abstufungen vergeben, Naturkosmetik, Naturkosmetik mit Bioanteil und Biokosmetik.Generell gilt: Um das Siegel zu erhalten, kann ein Produkt aus natürlichen, naturnahen oder naturidentischen Inhaltsstoffen bestehen. Für die Abstufung “Narurkosmetik mit Bioanteil” müssen mindestens 70 % dieser Inhaltsstoffe aus dem kontrollierten Bioanbau stammen. Für die Einstufung als Biokosmetik müssen es mindestens 95 % sein. Problem an diesen Einstufungen ist, dass wir sie nicht einfach auf der Verpackung erkennen können. Ein QR-Code soll eigentlich den Verbraucher direkt auf die Natrue-Seite führen. Dieser QR-Code ist leider nicht immer auf den Produkten abgedruckt.

Zu den Zielen des Siegels zählt, der Einsatz von möglichst hochwertige und naturbelassenen Rohstoffen. Dadurch sollen zum einen gesundheitliche Gefahren durch Kosmetika eingeschränkt werden. Zum Anderen soll es die Umwelt schonen.

Die Prüfung, ob Produkte das Siegel tragen dürfen, führen von Natrue zugelassene unabhängige Kontrollstellen durch. Die Prüfung erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. Zuerst wird anhand des Produktes und der Inhaltsangaben geprüft, ob grundsätzlich die Vorgaben von Natrue erfüllt werden. Verläuft diese Prüfung positiv, wird in den nächsten drei Monaten eine Prüfung  am Ort der Produktion durchgeführt. Diese Prüfung wird dann alle zwei Jahre erneut durchgeführt. Um Greenwashing auszuschließen, müssen mindestens 75 % einer Produktlinie die Vorgaben von Natrue erfüllen.

Die Verpackung der Pflegemittel muss soweit möglich wiederverwertbar und aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen.

BDIH

vegane Naturkosmetik - BDIH

Das Siegel steht für zertifizierte Naturkosmetik. Seit 2001 wurden mehr als 10.000 Produkte zertifiziert. Im Produkt dürfen Stoffe enthalten sein, die vom Tier produziert wurden, wie z. B. Milch oder Honig. Damit gibt das BDIH-Siegel keine Garantie dafür, dass ein Produkt vegan ist. Der Einsatz von Rohstoffen, die aus toten Wirbeltieren gewonnen werden, ist jedoch nicht gestattet. Hierzu zählen unter anderem Emuöl, Nerzöl, Murmeltierfett, tierische Fette, Collagen und Frischzellen.

Auch gestattet das Siegel keinerlei Tierversuche sowie den Einsatz von Rohstoffen, die nach dem 31.12.1997 im Tierversuch getestet wurden.

Damit ein Produkt zertifiziert wird, sind zusätzlich folgende Kriterien einzuhalten:

  • Es dürfen sich keine gentechnisch veränderten Organismen im Produkt befinden

  • Die Produktion des Produkts muss umwelt- und ressourcenschonend erfolgen

  • Verpackungsmaterialien sind möglichst sparsam einzusetzen und müssen aus recycelbaren Materialien bestehen

  • Es dürfen keine künstlich hergestellten Farb- und Duftstoffe, Silikone, Paraffine oder Erdölprodukte verwendet werden

  • Die Rohstoffe müssen überwiegend aus biologischem Anbau stammen.

  • 15 weitere  Rohstoffe (z. B. Palmöl) dürfen ausschließlich nur aus kontrolliert biologischem Anbau stammen.

Ein unabhängiges Kontrollinstitut führt die Produktkontrollen zur Siegelvergabe durch.

Das Siegel garantiert zwar nicht, dass ein Produkt vegan ist. Aber du kannst dir hier sicher sein, dass kein Wirbeltier für deine Kosmetik gestorben ist.

 

3. vegane Siegel

 

Veganblume 

vegane Naturkosmetik - Veganblume

Die Veganblume ist das Siegel der Vegan Society England. Derzeit gibt es weiltweit ca. 24.000 gelabelte Produkte.

Die Kontrolle der Produkte erfolgt auf Grundlage der Rezepturen von einzelnen Produkten. Vor-Ort- Kontrollen finden hingegen nur in Einzelfällen statt.

Hier wird nicht das ganze Unternehmen zertifiziert, sondern einzelne Produkte eines Unternehmens. Ein Produkt kann zertifiziert werden, wenn keine

  • tierischen Bestandteile

  • tierischen Nebenprodukte

  • aus Tieren gewonnen Rohstoffe im Endprodukt

enthalten sind.

Bei ausreichender Kennzeichnung dürfen allerdings gentechnisch veränderte Bestandteile verwendet werden.

Es ist darauf zu verweisen, dass das Unternehmen neben den vegan gelabelten Produkten auch Produkte mit tierischen Bestandteilen herstellen darf. Die Maschinen müssen vor der Produktion der veganen Produkte lediglich gründlich gereinigt werden. Die Verpackung der Produkte ist kein Prüfkriterium.

Größter Kritikpunkt am Siegel ist, dass es keine umfassenden Kontrollen gibt. Lediglich die Inhaltsstoffe des Produktes müssen tierversuchsfrei sein.

V-Labelvegane Naturkosmetik - V-Label

Das V-Label gibt es für vegetarische und vegane Produkte. Bei veganen Produkten findet sich zusätzlich zum Logo der Zusatz “vegan”.

Auch beim V-Label dürfen keine Tierversuche durchgeführt werden.

Das V-Label möchte sich im Besonderen durch seine strengen Kontrollen durch unabhängige Stellen hervorheben.

Diese bestehen als erstes aus der Prüfung der Inhaltsstoffe und weiterhin aus einer strengen Prüfung der Zulieferer. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Kontrollstellen werden Inspektionen in den verschiedenen Produktionsstätten vorgenommen. Die Prüfung im Labor erfolgt nur vereinzelt für zertifizierte Produkte.

Eine Zertifiziertung erfolgt für einzelne Produkte und nicht für das ganze Unternehmen. Ein Produkt kann als vegan zertifiziert werden, wenn keine:

  • tierischen Bestandteile

  • tierischen Nebenprodukte

  • aus Tieren gewonnen Rohstoffe im Endprodukt

  • gentechnisch veränderte Bestandteile

enhalten sind.

Das Siegel wird als sehr glaubwürdig eingestuft. Du solltest jedoch genau hinsehen, da sowohl vegetarische als auch vegane Produkte mit diesem Siegel gelabelt werden.

 

Unser Fazit zu veganer Naturkosmetik

Wir können nach unserem Siegelcheck festhalten, dass alle hier vorgestellten Siegel für tierversuchsfreie Kosmetik stehen. Einige Siegel sind allerdings strenger mit ihren jeweiligen Vorgaben für eine Zertifizierung. Diese prüfen etwa auch den Konzern und seine zugehörigen Unternehmen (z. B. Hase mit der schützenden Hand) oder ob auf einem Markt verkauft wird der Tierversuche einfordert (Natrue).  Abgesehen von der Veganblume und dem V-Label geben die anderen Siegel keine Information darüber, ob ein Produkt vegan ist. Insgesamt bewerten wir es als positiv, dass viele Siegel Inhaltsstoffe, die durch tote Tiere gewonnen werden, ausschließen (Hase mit der schützenden Hand ,Nature und BDIH). Bei tierversuchsfreien und veganen Produkten ist zusätzlich meistens ein zweites Siegel oder eine Kennzeichnung des Unternehmens mit dem Hinweis “vegan” auf dem Produkt abgebildet.

Die Veganblume und das V-Label geben keine Auskunft darüber, ob unbedenkliche Inhaltsstoffe in einem Produkt enthalten sind. Hier solltest du zusätzlich auf ein Naturkosmetiksiegel vertrauen. Da das V-Label auch für vegetarische Produkte vergeben wird, musst du weiterhin auf den Zusatz “vegan” achten, um ganz sicher zu sein, dass keine tierischen Produkte enthalten sind.

Achte bei deinem Einkauf am besten darauf, dass sowohl ein Naturkosmetiksiegel als auch ein weiteres Vegansiegel auf dem Produkt enthalten sind.

Gute Unterstützung beim nächsten Drogerieeinkauf erhältst du auch durch die App Code Check.

Mit ihr kannst du einfach deine Produkte einscannen und bekommst direkt eine Information über die Inhaltsstoffe des eingescannten Produkts. Jeder Inhaltsstoff wird aufgelistet und du kannst direkt weitere Informationen dazu erhalten, warum er als bedenklich oder unbedenklich eingestuft wird.

Die Informationen für diesen Artikel haben wir von den Internetseiten der einzelnen Siegelgeber, Siegelklarheit, utopia und Label-online, zudem aus der letzten Ausgabe Ökotest zur Naturkosmetik entnommen.

 

Deine Meinung ist gefragt!

Auf welche Siegel achtest du beim Kosmetikkauf? Waren die Informationen für dich neu? Willst du in Zukunft etwas ändern? Wir sind gespannt auf deine Erfahrungen.

 

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