Vegane Wirsingrouladen mit Kürbispüree an Rote Bete Quinoa 4 Portionen Für die Wirsingrouladen: 1/2 TL Chilipulver 10 g gepuffter Amaranth 1 TL Tomatenmark 1 TL Senf 1 EL Majoran 1 EL Rapsöl 1 EL getr. Cranberrys 50 g Walnüsse 10 weitere Wirsingblätter 4 Große Wirsingblätter Für das Kürbispüree: Salz Muskatnuss Pfeffer 1 daumengroßes Stück Ingwer Kokosmilch 200 g Kartoffel 200 g Süßkartoffel 200 g Kürbis (z. B. Hokaidokürbis) Rote Bete Quinoa: 1 TL Salz 200 g Rote Bete Saft 200 g Quinoa Für die Paprikasauce: Salz, Pfeffer 1 EL Limettensaft 100 ml Kokosmilch 1 Schalotte 1 Knoblauchzehe 1 EL Rapsöl 1 rote Paprika
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Vegane Wirsingrouladen mit Kürbispüree an Rote Bete Quinoa

von Sarah
Vegane Wirsingrouladen mit Kürbispüree Rote Bete Quinoa und Paprikasauce

Vegane Wirsingrouladen mit Kürbispüree: Warum wir Kürbis lieben!

 

Beim Blick aus dem Fenster sieht man momentan viele Wolken, häufig Regen und der Kleidungsstil der Menschen hat sich auch schon verändert. Ja, wir steuern geradewegs auf den Herbst zu. Aber nicht nur die Wetterlage hat sich angepasst, auch die Auswahl an Obst und Gemüse hat sich verändert. Von der reichhaltigen Beerenvielfalt des Sommers wandelt sich das Bild langsam und wird wieder etwas grüner. Einige Kohlsorten sind über die letzten Monate hinzugekommen, Brokkoli hat immer noch Hochsaison und die Äpfel kommen frisch vom Baum anstatt aus dem Lager.

Daneben hat sich vor kurzem eines meiner Lieblingsgemüse eingereiht. Ich muss ja zugeben:Im Sommer habe ich den Kürbis nicht sonderlich vermisst. Bei heißen Temperaturen ist er nicht gerade das Gemüse, nach dem der Körper so verlangt. Wie wunderbar doch die Natur genau zur richtigen Jahreszeit in voller Blüte uns mit ihren süßen Früchten versorgt. So ist es umso schöner, wieder das erste Kürbisgericht zu genießen. Genau richtig an kühleren und verregneten Tagen, einfach ein Gemüse, das richtig wärmt.

 

Welchen Kürbis wie zubereiten?

 

Wusstet ihr, dass es ca. 800 Kürbissorten gibt? Selbst kenne ich nicht mehr als 10, aber die sind umso schmackhafter. Am bekanntesten sind wohl der Hokkaidokürbis und der Butternutkürbis. Meistens landet bei mir der Hokkaidokürbis auf dem Teller. Er hat den großen Vorteil, dass du ihn nicht von der Schale befreien musst. Die Schale ist nämlich nach dem Garen herrlich weich, sodass du sie problemlos mitessen kannst.

Beim Butternutkürbis sieht das wiederum ganz anders aus. Er muss geschält werden, da die Schale recht fest und sehr holzig ist. Am liebsten halbiere ich ihn, entferne die Kerne, reibe ihn mit Öl ein und gare ihn anschließend- mit den Schnittflächen nach unten – bei 200 Grad für ca. 45 min. im Ofen. Manchmal wird er auch noch mit Kräutern und Knoblauch verfeinert, bevor er in den Ofen darf. Nachdem er butterweich gegart ist, kannst du ihn entweder direkt aus der Schale löffeln/ kratzen und weiterverarbeiten. Meiner Meinung nach die beste Methode, einen Butternutkürbis zu garen, da man sich so das lästige Schälen spart.

Hokkaidokürbis toll kombiniert, nicht nur zu veganen Wirsingrouladen mit Kürbispüree

 

Den Hokkaidokürbis setze ich hingegen sehr vielfältig ein. Hier gilt: einfach waschen, halbieren, Kürbiskerne entfernen und dann in Stücke schneiden. So gart er sich am schnellsten. Er eignet sich perfekt für das Garen im Topf (wie Kartoffeln einfach in Wasser) als auch für das Garen im Ofen. Besonders für die kalten Tage ist Ofengemüse eine herrlich einfache und schnelle Methode für ein buntes Gemüsegericht. Hierbei lässt sich der Kürbis mit Pastinaken, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Möhren, Rote Bete und Zwiebeln je nach Lust und Laune kombinieren. Zum Würzen benötigst du nur Thymian, Öl, Salz und

Pfeffer oder wonach dir sonst so der Sinn steht. Aber nicht nur herzhafte Gerichte lassen sich aus dem Hokkaido zaubern. Auch Muffins, Kekse und Kuchen sind eine wahre Wucht. Selbst mein Mann, der sonst wirklich kein Kürbisfan ist, mag die Süßspeisen mit Kürbis sehr gerne.

Früher waren Hokkaido- und Butternutkürbis die einzigen Kürbissorten, die ich kannte und gegessen habe. Seitdem ich aber im letzten Jahr angefangen habe, regelmäßig meine Ökokiste zu ordern, bin ich im Shop des Hofladens auf ganz verrückte und mir bis dato unbekannte Kürbissorten gestoßen.

Weitere tolle Kübissorten und ihre Verwendung

 

Darunter befand sich auch der Spaghettikürbis. Meine bisher beste Entdeckung in Sachen Kürbis! Die Zubereitung ist so ähnlich wie beim Butternutkürbis. Lediglich Temperatur und Garzeit verändern sich leicht (220 Grad /35 min). Der spannendste Teil ist, den Kürbis in seine Spaghetti zu zerlegen. Dafür gehst du einfach mit einer Gabel in den gebackenen Kürbis und kratzt drin herum, bis das gesamte Fleisch in Spaghetti zerfallen ist. Wirklich total simpel! Bei Veggie.es findest du ein tolles Rezept zum Spaghettikürbis und sogar noch eins für die Kürbiskerne. Die brauchst du nämlich nicht entsorgen, sondern kannst sie für den nächsten Fernsehabend rösten.

Zwei Kürbissorten, die ich dir außerdem noch ans Herz legen kann, sind der Sweet Dumpling Kürbis und der Muskatkürbis. Den Sweet Dumpling kannst du genau wie einen Hokaidokürbis zubereiten. Er zeichnet sich dadurch aus, dass er kleiner ist und wie gemalt aussieht. Aus diesem Grund wird er auch als Zierkürbis verwendet, was meiner Meinung nach aber definitiv zu schade ist. Sein Geschmack geht in die Richtung von Esskastanien und ist wirklich ganz hervorragend. Der Muskatkürbis muss wie der Butternutkürbis geschält oder ausgekratzt werden. Er hat einen fruchtigen Geschmack mit feiner Muskatnote. Falls du den Muskatkürbis einmal ausprobieren möchtest, können wir dir z.B. dieses Rezept für eine Kürbistarte empfehlen: Kürbistarte ohne Boden

Welcher ist dein Lieblingskürbis?

 

In Sachen Kürbis kann ich dir nur empfehlen, auch mal etwas Neues auszuprobieren und dich durch die verschiedenen Sorten zu testen. Für unsere veganen Wirsingrouladen mit Kübsipüree und Rote Bete Quinoa haben wir den Hokkaidokürbis verwendet, aber du kannst natürlich auch deinen Lieblingskürbis verwenden.

 

Wirsingrouladen mit Kürbispüree: Wirsing raffiniert und neu kombiniert!

 

Besonders gefreut hat mich an diesem Gericht, wie der Wirsing verarbeitet wurde. So raffinierte Päckchen hatte ich zuvor noch nie zubereitet. Ich gebe es zu: Am Anfang war ich skeptisch, ob die Kombination aus Wirsing, Majoran, Walnüssen und Cranberrys etwas werden kann, aber das Ergebnis hat mich restlos überzeugt. Auch wenn das Rezept durch seine vier Komponenten insgesamt etwas aufwendiger ist, solltest du dir die Zeit nehmen und wirklich alle machen. Es ist alles ganz herrlich aufeinander abgestimmt und wird in Kombination zu einem wirklich runden Gericht. Erst dachte ich, die Wirsingrouladen mit Kürbispüree und dem Rote Bete Quinoa hätten ja auch gelangt. Aber der richtige Hammer wird das Gericht erst, wenn ihr die Paprikasauce über die Wirsingrouladen gießt!

 

Vielen Dank an Theresa für die Rezeptidee, wir haben es mit viel Freud und Genuss nachgekocht. Wenn du weitere Rezepte von Theresa ausprobieren möchtet, können wir dir ihr Kochbuch “Theresas Küche – Kochen mit Freunden” nur empfehlen (keine Werbung!). Eine kleine Vorschau dazu erhältst du hier: Theresas Küche
Möchtest du wissen, welches Gemüse gerade Saison hat, so solltest du dir diesen Saisonkalender holen. Du kannst aber auch einfach beim Bauern deines Vertrauens nachschauen, was es gerade so alles Leckeres gibt. Gerade der Herbst hat an Gemüse so einiges zu bieten!

 

Probieren geht über studieren!

 

Du hast unser Rezept getestet? Dann nimm dir doch einen kurzen Moment und lass uns an deinen Erfahrungen teilhaben!

Vegane Wirsingrouladen mit Kürbispüree an Rote Bete Quinoa und Paprikasauce

Druck mich!
Portionen: 4 Zubereitungszeit: Back- / Kochzeit:

Zutaten

Für die Wirsingrouladen:

4 Große Wirsingblätter
10 weitere Wirsingblätter
50 g Walnüsse
1 EL getr. Cranberrys
1 EL Rapsöl
1 EL Majoran
1 TL Senf
1 TL Tomatenmark
10 g gepuffter Amaranth
1/2 TL Chilipulver

Für die Paprikasauce:

1 rote Paprika
1 EL Rapsöl
1 Knoblauchzehe
1 Schalotte
100 ml Kokosmilch
1 EL Limettensaft
Salz, Pfeffer

Für das Kürbispüree:

200 g Süßkartoffel
200 g Kürbis (z. B. Hokaidokürbis)
200 g Kartoffel
Kokosmilch
1 daumengroßes Stück Ingwer
Salz
Muskatnuss
Pfeffer

Für das Rote Bete Quinoa:

200 g Quinoa
200 g Rote Bete Saft
1 TL Salz

Zubereitung

Vorbereitungen:

  1. Für das Kürbispüree das Gemüse in kleine Stücke schneiden und bereits in einen Topf geben. Diesen zur Seite stellen.
  2. Das Stück Ingwer schälen, die Kokosmilchdose öffnen und einmal gut durchrühren. Beides zur Seite stellen.
  3. Den Quinoa gründlich waschen und anschließend in einen Topf geben. Den Rote Bete Saft mit 1 TL Salz hinzufügen und zur Seite stellen.

Zubereitung:

  1. Für die Wirsingrouladen ca. 1,5 L Wasser zum Kochen bringen. Währendessen 4 große Wirsingblätter abtrennen und waschen. Wenn das Wasser kocht, die Herdplatte ausstellen, 1,5 TL Salz ins Kochwasser geben und die Wirsingblätter für ca. 4 Minutten blanchieren. Anschließend die Wirsingblätter aus dem Topf nehmen und zur Seite stellen. 1 Liter des Kochwassers auffangen und zur Seite stellen.
  2. Für die Paprikasauce Schalotten und Knoblauch schälen und in kleine Stücke schneiden. Die Paprika von Stiel und Kernen befreien, anschließend in Streifen schneiden. Das Öl in einem Topf erhitzen. Schalotten und Knoblauch ca. 1 Minute anschwitzen. Paprika hinzugeben und eine weitere Minute anbraten. Mit 100 ml des Wirsingkochwassers ablöschen und 1 TL Salz hinzufügen.  Danach 10 min. bei schwacher Hitze köcheln lassen.
  3. Für die Wirsingrouladen weitere 10 Wirsingblätter vom Kopf abtrennen, waschen und in feine Streifen schneiden. Den Wirsing zur Seite stellen und Walnüsse und Granberries grob hacken. 1 EL Rapsöl in einer Pfanne erhitzen. Wirsingstreifen zusammen mit Walnüssen, Granberries und Majoran ca. 3 Minuten anbraten. In einem weiteren Gefäß 50 ml des Wirsingkochwassers abmessen und dort Tomatenmark und Senf einrühren, bis sich alles gut vermischt hat. Das Wirsingkochwasser zusammen mit dem Amaranth und dem Chilipulver in die Pfanne geben. Weitere 2 Minuten kochen lassen und zum Schluss noch mit Salz und Pfeffer würzen.
  4. In jedes blanchierte Wirsingblatt kommt nun 1/4 der Füllung. Anschließend wie einen Briefumschlag zusammenfalten und mit der Öffnung nach unten in einer Auflaufform platzieren.
  5. Den Backofen auf 140 °C vorheizen.
  6. Nun für das Kürbispüree so viel Wirsingwasser in den Topf geben, bis das Gemüse bedeckt ist. Anschließend ca. 20 min. kochen, bis Kürbis, Süßkartoffel und Kartoffel weich sind.
  7. Das Rote Bete Quinoa nun zum Kochen bringen und ca. 8 min kochen lassen. Danach den Quinoa von der Platte ziehen und ca. 10 weitere Minuten abgedeckt ziehen lassen.
  8. Die Wirsingpäckchen in den Ofen geben und den Wecker auf 10 min stellen.
  9. Testen, ob das Gemüse fürs Püree gar ist. Anschließend das Kochwasser abgießen und das Püree stampfen. Den Ingwer in das Püree reiben und so viel Kokosmilch hinzugeben, bis eine cremige Konsistenz erreicht ist (ca. 50-100 g). Anschließend mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss abschmecken.
  10. Die Paprika zusammen mit der Kokosmilch pürieren, mit Limettensaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

Extratipp zum Anrichten: Quinoa in die Auflaufform geben und Wirsingpäcken darauf platzieren. Paprikasauce in ein Milchkännchen füllen und Kürbispüree in eurer Lieblingsschüssel servieren.

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